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Beetz Elektrotechnik

Was kostet ein Elektriker pro Stunde?

Rechnen Sie 2026 mit etwa 60 bis 90 Euro brutto pro Stunde, in Hamburg eher im oberen Bereich. Anfahrt, Material und Zuschläge kommen hinzu. 20 Prozent der Arbeitskosten können Sie steuerlich geltend machen.

Stand: November 2026

Kurz gesagt: Für Privatkunden liegen Elektriker-Stundensätze 2026 meist bei rund 60 bis 90 Euro brutto, in Großstädten wie Hamburg eher im oberen Bereich. Dazu kommen Anfahrt, Material und gegebenenfalls Zuschläge für Abend, Wochenende oder Feiertag. 20 Prozent der Arbeitskosten können Sie unter Bedingungen von der Steuer abziehen.

Stundensätze 2026: womit Sie rechnen können

Einen festen „Elektriker-Preis“ gibt es nicht. Jeder Betrieb kalkuliert selbst, abhängig von Personal, Fahrzeugen, Werkzeug, Versicherungen und Region. Marktübersichten zeigen für 2026 aber recht stabile Spannen. Die folgenden Werte sind Richtwerte inklusive Mehrwertsteuer, Stand November 2026:

Wer arbeitet?Typische Spanne pro Stunde (brutto)
Geselleca. 50 bis 75 Euro
Meister bzw. Meisterbetriebca. 70 bis 90 Euro
Spezialaufgaben (z. B. Photovoltaik, Gebäudesteuerung)ca. 85 bis 115 Euro
Großstädte wie Hamburg (allgemein)ca. 65 bis 90 Euro

Der Stundensatz ist nicht das, was der Elektriker verdient. Er deckt neben dem Lohn auch Sozialabgaben, Fahrzeug, Messgeräte, Weiterbildung, Büro und Versicherung. Ein Vergleich mit dem Stundenlohn eines Angestellten führt deshalb in die Irre.

Viele Betriebe rechnen in Takten ab, zum Beispiel pro angefangene Viertel- oder halbe Stunde. Fragen Sie vorher nach, wie abgerechnet wird. Das macht bei kleinen Einsätzen einen spürbaren Unterschied.

Anfahrt, Material und Zuschläge

Anfahrt

Die Anfahrt wird unterschiedlich berechnet: als Pauschale, nach Kilometern oder als Fahrzeit zum Stundensatz. Marktübersichten nennen für Pauschalen häufig 20 bis 50 Euro, je nach Entfernung und Abrechnungsart kann es auch mehr sein. Bei einem kurzen Einsatz macht die Anfahrt oft einen großen Teil der Rechnung aus.

Material

Steckdosen, Schalter, Leitungen, Abzweigdosen, Sicherungsautomaten oder Fehlerstrom-Schutzschalter werden zusätzlich berechnet. Bei kleinen Reparaturen sind das oft nur wenige Euro, bei einer neuen Unterverteilung oder einer Elektro-Sanierung ein großer Posten. Seriöse Rechnungen führen Material und Arbeitszeit getrennt auf.

Zuschläge außerhalb der üblichen Arbeitszeit

Wer abends, nachts, am Wochenende oder an Feiertagen einen Elektriker braucht, zahlt in der Regel Zuschläge auf den Stundensatz. Übliche Größenordnungen laut Marktübersichten:

  • Samstag: etwa 25 bis 50 Prozent
  • Sonntag und nachts: etwa 50 bis 100 Prozent
  • Feiertag: teils 75 bis 150 Prozent

Wenn kein akuter Notfall vorliegt, kann es sich lohnen, auf einen regulären Werktag zu warten. Ob Warten vertretbar ist, hängt davon ab, was ausgefallen ist. Mehr dazu lesen Sie in unseren Ratgebern Sicherung fliegt raus und FI-Schalter fliegt raus.

Was kostet ein typischer Einsatz?

Die Gesamtsumme hängt weniger vom Stundensatz ab als vom Aufwand. Zur Orientierung zwei vereinfachte Beispiele mit angenommenem Stundensatz von 75 Euro brutto und 40 Euro Anfahrt. Ihr Betrieb kann anders kalkulieren.

  • Steckdose tauschen, werktags: eine halbe Stunde Arbeit (37,50 Euro), Anfahrt (40 Euro), Material (ca. 10 Euro) – zusammen grob 90 Euro.
  • Fehlersuche bei einem auslösenden FI, Samstag: 1,5 Stunden mit 50 Prozent Zuschlag (ca. 170 Euro), Anfahrt (40 Euro), eventuell Material – zusammen grob 210 Euro und mehr.

Fehlersuche ist schwer vorab zu beziffern. Ein Fehler kann in zehn Minuten gefunden sein oder mehrere Stunden Messarbeit erfordern. Bei größeren Vorhaben wie einer Elektroinstallation oder einer Sanierung sollten Sie immer ein schriftliches Angebot einholen.

Steuerbonus: 20 Prozent der Arbeitskosten zurück

Nach § 35a Einkommensteuergesetz (EStG) können Sie Handwerkerleistungen in Ihrem Haushalt steuerlich geltend machen. Stand November 2026 gilt:

  • 20 Prozent der Arbeitskosten werden direkt von der Steuerschuld abgezogen, höchstens 1.200 Euro pro Jahr. Das entspricht Arbeitskosten von bis zu 6.000 Euro.
  • Begünstigt sind nur Arbeitskosten (dazu zählen in der Regel auch Fahrt- und Maschinenkosten), nicht das Material. Die Rechnung muss diese Anteile getrennt ausweisen.
  • Sie müssen per Überweisung auf das Konto des Betriebs zahlen. Barzahlung wird nicht anerkannt.
  • Die Arbeiten müssen in Ihrem Haushalt stattfinden. Das gilt auch für Mieter, etwa für die anteiligen Handwerkerkosten aus der Nebenkostenabrechnung.

Hinweis zu 2027: Die Bundesregierung hat im Entwurf des Einkommensteuerreformgesetzes 2027 vorgesehen, den Satz für Handwerkerleistungen auf 15 Prozent und höchstens 900 Euro zu senken. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen (Stand November 2026). Für Arbeiten, die Sie 2026 bezahlen, gelten die bisherigen 20 Prozent. Maßgeblich ist das Jahr der Zahlung. Im Zweifel fragen Sie Ihre Steuerberatung.

So vergleichen Sie Angebote fair

Der niedrigste Stundensatz ist nicht automatisch das günstigste Angebot. Wer schneller und sauberer arbeitet, kann am Ende günstiger sein. Achten Sie auf diese Punkte:

  1. Leistung genau beschreiben: Was soll gemacht werden, wo, in welchem Umfang? Fotos vom Sicherungskasten helfen dem Betrieb bei der Einschätzung.
  2. Gleiche Leistungen vergleichen: Sind Material, Entsorgung, Prüfprotokoll und eventuell Stemm- oder Putzarbeiten enthalten?
  3. Abrechnungsart klären: Festpreis, Pauschale oder nach Aufwand? Wie wird die Anfahrt berechnet, in welchem Zeittakt die Arbeitszeit?
  4. Zuschläge erfragen: Gelten für Ihren Wunschtermin Abend- oder Wochenendzuschläge?
  5. Kostenvoranschlag schriftlich: Bei Arbeiten nach Aufwand ist eine schriftliche Schätzung mit Obergrenze hilfreich.
  6. Rechnung für die Steuer: Arbeits- und Materialkosten getrennt ausweisen lassen, per Überweisung zahlen.

Achten Sie auch darauf, dass ein eingetragener Elektro-Fachbetrieb die Arbeit ausführt. Arbeiten an der festen Elektroinstallation gehören in die Hände von Elektrofachkräften. Diese arbeiten unter anderem nach den „5 Sicherheitsregeln“, die verhindern, dass während der Arbeit Spannung anliegt. Billige Lösungen ohne Fachbetrieb können teuer werden, etwa wenn der Versicherungsschutz bei einem Schaden in Frage steht.

Wann es teurer wird

Einige Situationen treiben die Kosten erfahrungsgemäß nach oben:

  • Alte Elektrik: In Altbauten mit alten Leitungen ohne Schutzleiter ist oft mehr zu tun, als der eigentliche Auftrag vermuten lässt. Mehr dazu im Ratgeber Neue Elektrik im Altbau.
  • Unklare Fehler: Sporadische Auslöser oder Fehler, die nur bei Regen auftreten, brauchen Zeit für Messungen.
  • Notdienst außerhalb der Arbeitszeit: Die Zuschläge können sich gegenüber einem Werktagstermin deutlich bemerkbar machen.
  • Nachbesserungen: Muss erst eine frühere, nicht fachgerechte Arbeit zurückgebaut werden, steigt der Aufwand.

Fazit

Ein Elektriker kostet 2026 für Privatkunden meist zwischen 60 und 90 Euro pro Stunde, dazu kommen Anfahrt, Material und gegebenenfalls Zuschläge. Entscheidend für die Rechnung ist der tatsächliche Aufwand. Mit einer genauen Beschreibung, einem schriftlichen Angebot und einer Rechnung mit getrennt ausgewiesenen Arbeitskosten behalten Sie die Kosten im Blick und nutzen den Steuerbonus. Die Beetz Elektrotechnik & Sanierung GmbH ist in Hamburg für Störungen, Kundendienst und Installationen erreichbar und nennt Ihnen vorab, wie abgerechnet wird. Bei Ausfällen finden Sie unseren Störungsdienst.

Quellen

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