Für viele Eigenheime ja, sofern das Dach gut besonnt ist und Sie viel Solarstrom selbst nutzen. Die Einspeisevergütung von rund 7,7 Cent ist nur ein Zubrot, gespart wird über den Eigenverbrauch.
Stand: November 2026
Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) bringt auf zwei Wegen Geld:
Daraus folgt die wichtigste Regel: Eine selbst genutzte Kilowattstunde ist fünfmal so viel wert wie eine eingespeiste. Früher lohnte sich eine Anlage über die Vergütung. Heute hängt die Wirtschaftlichkeit fast ganz am Eigenverbrauch.
Für Anlagen, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 in Betrieb gehen, gelten laut ADAC folgende Sätze, jeweils für 20 Jahre:
| Anlagengröße | Teileinspeisung (mit Eigenverbrauch) | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,70 ct/kWh | 12,22 ct/kWh |
| Anteil 10 bis 40 kWp | 6,66 ct/kWh | ca. 10,24 ct/kWh |
kWp steht für Kilowatt-Peak, die Nennleistung der Module. Ein typisches Einfamilienhaus hat 6 bis 12 kWp auf dem Dach.
Wichtig für Ihre Planung: Die Bundesregierung will die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen ab 2027 weitgehend abschaffen. Laut Verbraucherzentrale Hamburg sieht der Entwurf für eine Übergangszeit von bis zu 36 Monaten noch rund 5,2 Cent pro kWh vor, danach müsste überschüssiger Strom zu Börsenpreisen vermarktet werden. Das Gesetz ist Stand November 2026 noch nicht beschlossen, Bundestag und Bundesrat beraten noch. Anlagen, die bis Ende 2026 in Betrieb gehen, behalten nach bisheriger Planung die heutigen Sätze für 20 Jahre. Maßgeblich ist die tatsächliche Inbetriebnahme, nicht der Vertragsabschluss.
Die Verbraucherzentrale rät trotzdem von übereilten Entscheidungen ab. Eine Anlage, die nur wegen eines Stichtags schnell gebaut wird, ist nicht automatisch gut geplant.
Ein vereinfachtes Beispiel für ein Einfamilienhaus in Hamburg. Alle Werte sind Annahmen, Ihr Fall kann deutlich abweichen.
Ergebnis: Die Ersparnis durch Eigenverbrauch liegt bei rund 800 Euro, die Einspeisung bringt knapp 400 Euro. Nach laufenden Kosten bleiben rund 1.000 Euro im Jahr. Damit hat sich die Anlage nach grob 10 bis 15 Jahren bezahlt gemacht. Danach erzeugt sie bei üblichen Lebensdauern von 25 Jahren und mehr überwiegend Gewinn, allerdings sollten Sie einen Wechselrichtertausch einplanen.
Steigt der Strompreis, verkürzt sich die Amortisation. Mit höherem Eigenverbrauch, etwa durch ein E-Auto oder eine Wärmepumpe, ebenfalls. Rechnen Sie Ihren Fall am besten mit dem Photovoltaik-Rechner der Stiftung Warentest oder lassen Sie Angebote durch die Hamburger Energielotsen der Verbraucherzentrale prüfen.
Angebote für dieselbe Anlagengröße können weit auseinanderliegen. Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Endpreis, sondern auch den Preis pro kWp und den Leistungsumfang: Sind Gerüst, Zählerschrank-Anpassung, Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister enthalten? Welche Garantien gelten für Module und Wechselrichter? Eine Ertragsprognose, die Ausrichtung, Neigung und Verschattung berücksichtigt, gehört zu einem seriösen Angebot. Die Hamburger Energielotsen der Verbraucherzentrale bieten an, Angebote neutral zu prüfen.
Ohne Speicher nutzen Haushalte typischerweise 25 bis 35 Prozent ihres Solarstroms selbst. Ein Batteriespeicher kann den Anteil laut Verbraucherzentrale Hamburg auf bis zu etwa 70 Prozent erhöhen, je nach Größe und Verbrauch. Ein Speicher kostet allerdings zusätzlich, typischerweise mehrere tausend Euro. Ob er sich rechnet, ist eine eigene Frage. Mehr dazu lesen Sie in den Ratgebern PV-Anlage mit Speicher: Kosten und auf unserer Seite Stromspeicher.
Weitere Hebel:
Eine ehrliche Einschätzung gehört dazu. Schwierig wird es, wenn
Eine Nordausrichtung ist dagegen nicht automatisch ein Ausschluss. Ost-West-Dächer liefern über den Tag verteilt Strom, was für den Eigenverbrauch sogar günstig sein kann.
In Hamburg gilt eine Solarpflicht: für Neubauten und für bestehende Gebäude, bei denen mehr als die Hälfte der Dachabdichtung erneuert wird. Mindestens 30 Prozent der Dachfläche müssen dann mit Photovoltaik belegt werden, für Dächer ab 50 m². Es gibt Ausnahmen, etwa bei technischer Unmöglichkeit oder Denkmalschutz. Details und Fördermittel finden Sie im Ratgeber Photovoltaik-Förderung in Hamburg.
Photovoltaik lohnt sich auch 2026 für viele Hausbesitzer, aber nicht mehr über die Einspeisevergütung, sondern über den selbst genutzten Strom. Ein gut besonntes Dach, ein realistisches Angebot und ein Plan für den Eigenverbrauch sind die Grundlage. Ob es bei Ihnen passt, lässt sich nur am konkreten Dach beurteilen. Die Beetz Elektrotechnik & Sanierung GmbH plant und installiert Photovoltaikanlagen in Hamburg und prüft dabei auch Zählerschrank und Hausinstallation.
Inhalt
Wir planen Ihre PV-Anlage passend zu Dach und Verbrauch, installieren sie und kümmern uns um den Netzanschluss.
Preise pro kWp und kWh, Ertrag und Eigenverbrauch: was eine Solaranlage mit Speicher 2026 kostet.
Weiterlesen →PhotovoltaikWelche PV-Förderung es 2026 in Hamburg gibt und wann die Solarpflicht bei Neubau und Dachsanierung gilt.
Weiterlesen →StromspeicherPreise pro kWh, passende Größe und Lebensdauer: was ein Batteriespeicher 2026 kostet.
Weiterlesen →Kontakt
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns mit einer Einschätzung – die Bestätigung per E-Mail kommt sofort.