Hamburg fördert 2026 keine PV-Module oder Speicher direkt, wohl aber das Solargründach. Seit 2024 gilt eine Solarpflicht für Neubauten und bei grundlegender Dachsanierung ab 50 m² Dachfläche.
Stand: November 2026
Wer in Hamburg über eine Solaranlage nachdenkt, stößt auf zwei Fragen: Gibt es Geld dafür? Und muss ich vielleicht sogar? Dieser Ratgeber beantwortet beides mit Stand November 2026. Vorsicht bei älteren Artikeln im Netz: Dort tauchen noch Hamburger Zuschüsse auf, die es so nicht mehr gibt. Maßgeblich sind immer die aktuellen Richtlinien und der Gesetzestext.
Für eine normale PV-Anlage auf dem Dach, mit oder ohne Speicher, zahlt die Stadt Hamburg 2026 keinen direkten Zuschuss. Wer finanzieren möchte, kann bei der IFB Hamburg nach zinsgünstigen Darlehen fragen. Wie bei fast allen Förderungen gilt: Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden.
Gefördert wird die Kombination aus Dachbegrünung und Solaranlage. Die Hamburger Gründachförderung läuft über die IFB Hamburg:
| Baustein | Zuschuss |
|---|---|
| Dachbegrünung (private Eigentümer, kleine Unternehmen) | 60 % der Herstellungskosten |
| Dachbegrünung (mittlere und große Unternehmen) | 40 % der Herstellungskosten |
| Solar-Unterkonstruktion auf dem Gründach | 50 Euro je m² Modulfläche |
| Höchstbetrag | 100.000 Euro je Gebäude |
Voraussetzungen laut hamburg.de: mindestens 20 m² Vegetationsfläche, höchstens 30 Grad Dachneigung und eine Mindest-Substratdicke (8 cm bei Bestandsgebäuden, 12 cm bei Neubauten von Wohn- und Bürogebäuden). Gefördert werden nur freiwillige Maßnahmen, keine Begrünungen, die per Bauauflage vorgeschrieben sind. Die Module selbst sind nicht förderfähig. Anträge für die Dachbegrünung sind laut Stadt bis Ende 2026 möglich.
Die Hamburger Energielotsen beraten kostenfrei und unabhängig, telefonisch, per Video oder vor Ort. Mit dem Hamburger Solaratlas können Sie für Ihre Adresse abschätzen, wie gut Ihr Dach für Photovoltaik geeignet ist.
Wichtig für die Planung: Nach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen neue kleine Dachanlagen ab 2027 keine feste Vergütung über 20 Jahre mehr erhalten. Anlagen, die bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, sollen Bestandsschutz haben. Zum Redaktionsschluss war das Gesetz im Bundestag noch nicht verabschiedet. Was eine Anlage kostet und bringt, lesen Sie im Ratgeber PV-Anlage mit Speicher: Kosten und Ertrag.
Grundlage ist § 16 des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes (HmbKliSchG) mit der zugehörigen Verordnung (PVUmsVO). Die Pflicht gilt seit dem 1. Januar 2024.
| Fall | Was gilt |
|---|---|
| Neubau (Wohn- und Nichtwohngebäude) | PV auf mindestens 30 % der Bruttodachfläche, Anlage spätestens bei Nutzungsbeginn in Betrieb |
| Bestand mit wesentlichem Dachumbau | PV auf mindestens 30 % der Nettodachfläche, Anlage ab Fertigstellung des Daches in Betrieb |
| Kleine Dächer | Keine Pflicht unter 50 m² Bruttodachfläche |
Wenn die wasserführende Schicht des Daches zu mehr als 50 Prozent erneuert wird, etwa bei einer grundständigen Sanierung, einem Dachausbau oder einer Aufstockung. Reparaturen, Instandhaltung oder die Beseitigung kurzfristiger Sturmschäden lösen die Pflicht nicht aus.
Nachweise über die Erfüllung oder den Entfall der Pflicht müssen zehn Jahre aufbewahrt werden. Einen allgemeinen Befreiungsantrag gibt es nicht. Ein Antrag wegen unbilliger Härte ist mindestens drei Monate vor Baubeginn zu stellen.
Ab dem 1. Januar 2027 kommt in Hamburg eine Gründachpflicht für Dächer bis zehn Grad Neigung hinzu. Zusammen mit der PV-Pflicht entsteht dann das Solargründach. Welche Gebäude genau betroffen sind, will die Stadt laut hamburg.de noch festlegen. Für neue Parkplätze mit mehr als 35 Stellplätzen gilt bereits seit 2024 eine eigene PV-Pflicht nach § 16a HmbKliSchG.
Einen direkten Hamburger Zuschuss für Solarmodule oder Speicher gibt es 2026 nicht. Finanziell helfen vor allem der Nullsteuersatz, die Einspeisevergütung und auf Flachdächern die Gründachförderung. Wer neu baut oder das Dach grundlegend saniert, muss in Hamburg ohnehin Photovoltaik einplanen. Wir prüfen das gern bei Ihnen vor Ort und sagen Ihnen, was auf Ihrem Dach sinnvoll und was vorgeschrieben ist. Mehr zu unserer Arbeit finden Sie auf der Seite Photovoltaik.
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