Klären Sie zuerst, was betroffen ist: eine Steckdose, ein Stromkreis, die Wohnung oder auch die Nachbarn. Danach wissen Sie, ob Sie selbst prüfen können, eine Fachkraft brauchen oder der Netzbetreiber zuständig ist.
Stand: November 2026
Die Ursache hängt stark davon ab, was genau keinen Strom hat. Eine kurze Runde durch die Wohnung spart viel Rätselraten:
| Was ist betroffen? | Häufige Ursache | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Eine einzelne Steckdose | Defektes Gerät, Schaltsteckdose, ausgeschaltete Steckdosenleiste, loser Anschluss in der Dose | Mit anderem Gerät testen, Lichtschalter prüfen; sonst Fachkraft |
| Mehrere Steckdosen oder Lampen in einem Bereich | Sicherungsautomat ausgelöst | Sicherungskasten prüfen, siehe Schritte unten |
| Großer Teil der Wohnung oder alles | FI-Schalter ausgelöst, eventuell Hauptsicherung | FI prüfen; bleibt alles dunkel, Nachbarn fragen |
| Auch Nachbarn, Treppenhaus oder Straßenlaternen | Störung im Stromnetz | Netzbetreiber informieren, abwarten |
Bevor Sie an einen Defekt denken, lohnen sich diese einfachen Prüfungen:
Ist alles in Ordnung und die Steckdose trotzdem tot, liegt der Fehler häufig in der Dose selbst, etwa an einer gelösten Klemme. Lose Verbindungen können sich erhitzen. Das ist ein Fall für eine Elektrofachkraft. Bitte öffnen Sie die Steckdose nicht selbst: Auch bei ausgeschalteter Sicherung kann Spannung anliegen, etwa wenn die Dose von einem anderen Stromkreis mitversorgt wird. Fachleute arbeiten deshalb nach festen Sicherheitsregeln und prüfen mit Messgeräten, ob wirklich keine Spannung mehr anliegt.
Gehen Sie zum Sicherungskasten. Er befindet sich meist im Flur, in der Küche oder im Abstellraum, in Mehrfamilienhäusern manchmal auch im Treppenhaus oder Keller.
Ausführlich erklärt finden Sie das in den Ratgebern Sicherung fliegt raus und FI-Schalter fliegt raus.
Sind im Sicherungskasten alle Hebel oben und trotzdem ist die ganze Wohnung dunkel, kann die Hauptsicherung vor dem Zähler betroffen sein. Diese ist meist plombiert und gehört nicht in Laienhände. Fragen Sie zuerst bei den Nachbarn nach. Ist nur Ihre Wohnung betroffen, rufen Sie eine Elektrofachkraft.
Sind auch Nachbarn, Treppenhaus oder Straßenlaternen dunkel, liegt der Fehler meist im öffentlichen Stromnetz. Zuständig ist dann nicht Ihr Stromanbieter und auch nicht ein Elektriker, sondern der Netzbetreiber. In Hamburg ist das die Hamburger Energienetze GmbH (früher Stromnetz Hamburg).
Während eines Netzausfalls hilft es, empfindliche Geräte wie Computer oder Fernseher auszustecken und eine Lampe eingeschaltet zu lassen. So merken Sie, wann der Strom zurück ist. Kühlschrank und Gefriertruhe möglichst geschlossen halten.
In Mietwohnungen ist für die fest installierte Elektrik in der Regel der Vermieter zuständig. Informieren Sie ihn. Bei akuter Gefahr können Sie selbst einen Elektro-Notdienst beauftragen und den Vermieter danach benachrichtigen.
Eine Steckdose ohne Strom hat oft eine einfache Ursache: ein defektes Gerät, eine Schaltsteckdose oder eine ausgelöste Sicherung. Mit den Schritten oben grenzen Sie das sicher ein, ohne etwas zu öffnen. Bleibt die Steckdose tot oder zeigen sich Warnsignale, ist eine Elektrofachkraft gefragt. Die Beetz Elektrotechnik & Sanierung GmbH hilft Ihnen in Hamburg mit ihrem Störungsdienst. Wenn in einer älteren Wohnung häufiger Steckdosen ausfallen, kann auch eine Elektro-Sanierung sinnvoll sein.
Inhalt
Wir finden heraus, warum Steckdosen oder Stromkreise ausfallen, und setzen sie fachgerecht instand.
Überlast oder Kurzschluss? Sichere Schritte, Warnsignale und wann Sie eine Fachkraft brauchen.
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