Meist steckt Überlast oder ein defektes Gerät dahinter. Geräte trennen, den Sicherungsautomaten einmal wieder einschalten und Geräte einzeln zuschalten. Fällt er sofort wieder, rufen Sie eine Elektrofachkraft.
Stand: November 2026
In den meisten Wohnungen sitzen im Sicherungskasten heute Sicherungsautomaten. Der Fachbegriff lautet Leitungsschutzschalter, kurz LS-Schalter. Jeder schützt einen Stromkreis, also zum Beispiel die Steckdosen in der Küche oder das Licht im Flur. Auf dem Automaten steht meist eine Angabe wie „B16“: 16 Ampere ist der Strom, den der Stromkreis dauerhaft tragen darf.
Die Aufgabe des Automaten ist es, die Leitung zu schützen. Fließt zu viel Strom, würden sich die Kabel in der Wand erhitzen. Bevor das gefährlich wird, schaltet der Automat ab. Der Hebel springt nach unten. Das ist also kein Defekt, sondern die Sicherung erfüllt genau ihre Aufgabe.
In älteren Anlagen gibt es noch Schmelzsicherungen zum Einschrauben. Bei ihnen zeigt ein farbiges Plättchen an, dass sie ausgelöst haben. Sie müssen dann durch eine neue Sicherung gleicher Stärke ersetzt werden. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie das eine Fachkraft machen. Gute Gelegenheit, die alte Anlage einmal prüfen zu lassen.
Nicht zu verwechseln ist der Sicherungsautomat mit dem FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter). Der FI ist meist breiter, hat eine Prüftaste mit „T“ und schützt vor Stromschlag. Wenn dieser ausgelöst hat, lesen Sie unseren Ratgeber FI-Schalter fliegt raus.
Ein Sicherungsautomat reagiert auf zwei Arten von Problemen:
| Ursache | Woran Sie es erkennen | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Überlast: zu viele Geräte mit hoher Leistung gleichzeitig | Die Sicherung fällt nach einiger Zeit, oft wenn Wasserkocher, Backofen, Heizlüfter oder Waschmaschine zusammen laufen | Einige Geräte ausschalten, Sicherung wieder einschalten, Verbraucher künftig verteilen |
| Kurzschluss: direkte Verbindung zwischen stromführenden Leitern, oft in einem defekten Gerät oder Kabel | Die Sicherung fällt sofort, häufig in dem Moment, in dem Sie ein bestimmtes Gerät einschalten oder einstecken. Manchmal mit Knall oder Funken | Das Gerät nicht weiter benutzen. Fällt die Sicherung auch ohne Gerät: Fachkraft rufen |
| Defekt in der Installation: beschädigte Leitung, lose Klemme, Feuchtigkeit | Die Sicherung fällt, obwohl kaum etwas eingesteckt ist, oder sie lässt sich gar nicht mehr einschalten | Nicht weiter probieren, Elektrofachkraft rufen |
Gerade in der Küche ist Überlast häufig: Wasserkocher, Toaster und Kaffeemaschine ziehen jeweils viel Strom. Liegen sie im selben Stromkreis, reicht die gleichzeitige Nutzung schon aus.
Die folgenden Schritte sind für Laien sicher, solange Sie nichts öffnen und keines der Warnsignale oben auftritt:
Halten Sie den Hebel nie mit Gewalt oben, kleben Sie ihn nicht fest und setzen Sie keine stärkere Sicherung ein. Das hebelt den Leitungsschutz aus und kann einen Kabelbrand in der Wand verursachen.
Haben Sie ein Gerät als Auslöser gefunden, benutzen Sie es nicht weiter. Beschädigte Kabel, angeschmorte Stecker oder Wasser im Gerät sind typische Ursachen. Kleine Geräte lassen sich meist ersetzen, größere wie Waschmaschine oder Herd sollte der Kundendienst des Herstellers oder eine Fachkraft prüfen. Ein fest angeschlossener Herd darf ohnehin nur von einer Elektrofachkraft abgeklemmt werden.
Wenn die Sicherung regelmäßig durch Überlast fällt, ist das ein Hinweis, dass die Stromkreise nicht mehr zum Alltag passen. Das ist in älteren Wohnungen häufig, in denen früher deutlich weniger Geräte liefen. Eine Elektrofachkraft kann prüfen, ob ein zusätzlicher Stromkreis sinnvoll ist. Mehr dazu unter Elektroinstallation.
Rufen Sie einen Elektro-Fachbetrieb, wenn
Die Fachkraft schaltet den Stromkreis nach den sogenannten „5 Sicherheitsregeln“ spannungsfrei, misst die Leitungen durch und findet die Fehlerstelle. Das sollten Sie nicht selbst versuchen: Das Öffnen von Steckdosen, Verteilern oder Abzweigdosen ist Arbeit für Fachleute.
In Mietwohnungen ist für die fest installierte Elektrik in der Regel der Vermieter zuständig. Informieren Sie ihn. Bei akuter Gefahr können Sie selbst einen Notdienst beauftragen, sollten den Vermieter aber zeitnah benachrichtigen. Was ein Einsatz kosten kann, lesen Sie im Ratgeber Was kostet ein Elektriker pro Stunde?
Eine ausgelöste Sicherung ist zunächst ein Schutzmechanismus, der funktioniert. Geräte aus, einmal einschalten, Geräte einzeln zuschalten: So finden Sie viele Ursachen selbst. Bleibt der Automat nicht drin oder tritt eines der Warnsignale auf, ist Schluss mit dem Probieren. Dann hilft unser Störungsdienst in Hamburg: Die Beetz Elektrotechnik & Sanierung GmbH sucht den Fehler fachgerecht und behebt ihn.
Inhalt
Wir finden die Ursache, wenn die Sicherung immer wieder auslöst, und setzen den Stromkreis fachgerecht instand.
Feuchtigkeit, defektes Gerät, Außensteckdose: so grenzen Sie den Fehler sicher ein und wissen, wann Schluss ist.
Weiterlesen →Schnelle HilfeEine Steckdose, ein Raum oder das ganze Viertel? So grenzen Sie den Ausfall sicher ein.
Weiterlesen →KostenStundensätze 2026 als Spanne, dazu Anfahrt, Material, Zuschläge und wie Sie 20 % der Arbeitskosten absetzen.
Weiterlesen →Kontakt
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns mit einer Einschätzung – die Bestätigung per E-Mail kommt sofort.